DSC05270 webZum aktuellen Angriff der brasilianischen Regierung auf die katholische Kirche

Aus aktuellem Anlass bringen wir einen Artikel von kathpress :

Kabinett Bolsonaros will Kirchenkritik "neutralisieren" und Heiligen Stuhl mittels Diplomatie zu Nicht-Einmischung in Umwelt- und Sozialfragen drängen.

Brasilia, 11.02.2019 (KAP) Brasiliens Regierung unter dem neuen Präsidenten Jair Bolsonaro ist in Sorge, dass die für Oktober angesetzte Amazonas-Synode im Vatikan die eigene Politik in Frage stellen könnte: Das berichtete die Zeitung "O Estado de S. Paulo" am Montag unter Berufung auf Augusto Heleno, dem Chef der brasilianischen Sicherheitsdienste. Besonders die Bestrebungen Bolsonaros gegen eine weitere Demarkation indigener Gebiete wie auch sein Frontalkurs gegen Organisationen, die sich dem Kampf gegen den Klimawandel verschrieben haben, sehe man durch die "linke Agenda des progressiven Klerus" gefährdet.

Vor allem in den Grenzzonen des Landes im Amazonas-Regenwald bestehe schon lange Zeit ein starker Einfluss der Kirche auf die Umwelt- und Sozialpolitik, den Heleno als "Einmischung in interne Angelegenheiten Brasiliens" bezeichnete. Die Regierung werde sich dagegen zur Wehr setzen, werde Governeure, Bürgermeister und auch Kirchenvertreter mobilisieren und die politischen Aktivitäten der Kirche "neutralisieren", kündigte der Minister und frühere Militärgeneral an. Die Vorgespräche zwischen Papst Franziskus und den brasilianischen Kardinälen über die Synode verfolge der brasilianische Geheimdienst mit Sorge.

Bolsonaro hatte bereits kurz nach seinem Amtsantritt zu Jahresbeginn die Zuständigkeit für die Demarkation der Indigenengebiete sowie die Aufgabe der Aufsicht über den Regenwald von der nationalen Indigenen-Stiftung "Funai" an das Landwirtschaftsministerium übertragen. Indigenen- und Umweltschutzorganisationen hatten dagegen heftig protestiert. Ebenso hatte der neue Staatschef eine schärfere Kontrolle der NGOs eingeführt und mehrere Maßnahmen zur Förderung industrieller Landwirtschaft in Indigenengebieten - die bis dahin gesetzlich verboten war - gesetzt.

Sicherheitschef Heleno zeigte sich zuversichtlich, dass die zu erwartende Kritik der Synode an der brasilianischen Regierung schlussendlich ausgeschaltet werden könne. "Es wird keine Probleme geben." Die Bevölkerung werde "nüchtern" genug sein, um der "Vorherrschaft ausländischer Interventionen in der Amazonas-Region ein Ende zu bereiten". Laut "O Estado de S. Paulo" versuchen brasilianische Diplomaten derzeit, die italienische Regierung dazu zu bewegen, beim Heiligen Stuhl im Vorfeld der Synode diesbezüglich zu intervenieren.

Der Vatikan hatte bereits im Sommer 2018 erklärt, bei der Synode werde das "Hören auf die indigenen Völker und auf alle Gemeinschaften, die in Amazonien leben" im Zentrum stehen. Wie es seitens der brasilianischen Regierung nun hieß, bestehe man darauf, auch eigene Vertreter für das Vorbereitungstreffen der Kirchenversammlung zu entsenden. Man werde zudem im September ein eigenes Symposium veranstalten, auf dem eigene Projekte für den Amazonas präsentiert werden sollen.

Quelle: https://www.kathpress.at/goto/meldung/1730707/brasilianische-regierung-in-sorge-ueber-amazonas-synode

 

 

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