Léif Alleguerten, mir begréissen Iech fir den HOPE vun haut a mir hoffen et geet Iech all gutt!
Mittwoch der 5. Fastenwoche
Mercredi de la 5e semaine de Carême
Der Sinn für Gerechtigkeit: anerzogen, angeboren!?
Jeder hat es selbst schon einmal erlebt. Die Befriedigung für ein positives Verhalten belohnt zu werden und die leichte Verstimmung, wenn man beobachtet, dass jemand anderes für ein ähnliches Verhalten eine scheinbar größere Belohnung erhält. Schon Kleinkinder merken sehr schnell, wenn ein anderes Kind ein größeres Stück Schokolade bekommt oder im Limonadenglas weniger drin ist als beim Gegenüber. Als Kind protestiert man lautstark, als Erwachsener fühlt man sich ungerecht behandelt. Woher kommt diese Sensibilität für ungleiche Behandlung? Das Empfinden dafür, was gerecht oder ungerecht ist, wird jedem Menschen in die Wiege gelegt. Durch die Erziehung und später durch soziales Lernen werden kulturelle Werte gebildet, die ein Empfinden dafür, was gerecht oder ungerecht ist, vertiefen. Im Laufe des Lebens verändert sich der Sinn für Gerechtigkeit. Menschen sind von Natur aus soziale Wesen, die normalerweise mit anderen zusammenleben. Das geht nur dann gut, wenn es zu einem gegenseitigen Interessenausgleich kommt. Damit ist Gerechtigkeit gemeint. Jeder Mensch hat das Bedürfnis in einer gerechten Welt zu leben, in der jeder erhält, was ihm zusteht. Geschehen aber Ungerechtigkeiten, dann stellt das eine Bedrohung dar. Jemand, der Gerechtigkeit erlebt, hat das Gefühl, dazu zu gehören, er ist Teil des Ganzen, er wird ernst genommen und hat Rechte. Dieses Gefühl für Gerechtigkeit spielt nicht nur eine Rolle im Familien- und Freundeskreis, sondern ist auch von globaler Bedeutung. Einschlägige Bildungsprogramme erhöhen heute die Sensibilität für Ungerechtigkeiten, die über den persönlichen Lebensraum hinausgehen. Das Wissen, dass unser Wohlstand nicht nur unser Verdienst ist, sondern auch durch die Beteiligung vieler in anderen Ländern entsteht, ist immer mehr Menschen bewusst. Dazu tragen Sensibilisierungskampagnen und Bildungsinitiativen bei, die den Blick weiten helfen. Bildungsinitiativen hier bei uns und in Ländern, in denen noch nicht jeder Zugang zu Wissen hat, sind deshalb unerlässlich damit Verantwortung geteilt, Teilnahme ermöglicht und persönliche Entfaltung gefördert werden kann. partage.lu unterstützt Bildungsprogramme und hilft dadurch die Chancen zu erhöhen, dass jeder das bekommt, was er braucht. Deshalb unterstütze ich partage.lu
Gérard Kieffer
Mir gesinn eis erëm e Samsden mam Hope vu Pällemsonnden, déi Kéier mat eisem Partner Richard Nijimbere vun der Maison Shalom. Bis dohinn: bleift gesond!
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